Dysplasie

Unter Hüftdysplasie versteht man eine Störung der Verknöcherung im Bereich des Pfannenerkers- bzw. -daches mit konsekutiver Dezentrierung des Hüftkopfes und gegebenenfalls Luxation des Hüftkopfes aus der Gelenkspfanne. In Österreich liegt die Inzidenz dieser Erkrankung bei 2-4% für das Auftreten einer Dysplasie und bei 0,4-0,7% für das Auftreten einer Luxation. Hinsichtlich der Geschlechtsverteilung ist das weibliche Geschlecht deutlich häufiger betroffen (7:1) und vor allem bei neuromuskulären Erkrankung kann eine Hüftdysplasie häufiger beobachtet werden. Durch die frühzeitige Diagnostik mittels Ultraschall (siehe US-Screening) ist die Prognose der Hüftdysplasie deutlich verbessert worden. Auf Grund der vorzeitigen Knorpelabnützung kann bei dieser Erkrankung jedoch schon in jüngerem Alter eine endoprothetische Versorgung des Gelenkes von Nöten sein.

Bestimmung des Alpha-Winkels: dieser ist nach Prof. Graf als Winkel zwischen Os ilium und Pfannenerker/Unterrand der Pfanne definiert, normalerweise über 60°.Bestimmung des Beta-Winkels: Winkel zwischen Os ilium und Pfannenerker/Labrum acetabulare, normalerweise unter 55°.

Ultraschallscreening des Neugeborenen (Erkerdiagnostik):

© Christian Berger

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